Fortbildung: Transitions-psychiatrie-Grundlagen der psychodynamischen Psychotherapie von Jugendlichen


Termin Details


Behandlungstechnische Besonderheiten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit strukturellen Störungen

Etwa 10 – 11% der Gesamtbevölkerung und 50% der Menschen, die in psychotherapeutischer Behandlung sind, leiden unter Beeinträchtigungen, die verschiedenen Persönlichkeitsstörungen zugeschrieben werden können. Es handelt sich um eine fortdauernde Beeinträchtigung der Persönlichkeit, die jeden Funktionsbereich des Lebens betrifft. Jugendliche mit ich-strukturellen Störungen sind in der (kinder- und jugend)psychiatrischen Klinik eine zunehmend stark vertretene Patientengruppe; mehr als 50% der Patienten weisen eine narzisstische oder Borderline-Persönlichkeitsstörung auf.

Persönlichkeitsstörungen sind hoch korreliert mit gesetzeswidrigem Verhalten und Gerichtsverfahren, Substanzmissbrauch, Arbeitsunfähigkeit, erhöhtem Bedarf an medizinischer Versorgung, Selbstmordversuchen und selbst schädigendem Verhalten, Institutionalisierung, Unterbeschäftigung und Arbeitslosigkeit, Trennungen, Kindesmissbrauch und –vernachlässigung, Obdachlosigkeit, Armut, sexuell übertragbaren Krankheiten, Sozialhilfeabhängigkeit sowie dem Abbruch medizinischer und psychotherapeutischer Behandlung und den daraus folgenden Konsequenzen. Die frühzeitige Diagnose von Persönlichkeitsstörungen führt nach Ansicht namhafter Kinder- und Jugendpsychiater zum effektiven Einsatz von psychosozialen und medikamentösen Behandlungsstrategien. Dies stellt eine sekundäre Prävention dar, die den Kindern und ihren Familien jahrelange Wege durch die psychosozialen Institutionen, Leid und verpasste Gelegenheiten erspart.

Die Referentin wird zunächst einen Überblick über die theoretischen Grundlagen der psychotherapeutischen Arbeit mit Jugendlichen geben.

Dann führt sie in die psychodynamischen Besonderheiten der Psychotherapie von jugendlichen Patienten und jungen Erwachsenen mit ich-strukturellen Störungen ein. Ihre Ausführungen werden mit kasuistischen Vignetten aus der Praxis unterlegt. Behandlungsbeispiele der Seminarteilnehmer aus dem eigenen Arbeitsbereich sind willkommen.

Zielgruppe

Fachkräfte in der psychiatrischen Versorgung

Referentin

Dr. Renate Sannwald
Fachärztin für Kinderheilkunde, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapeutische Medizin und Psychoanalyse

Termin

15. März 2019
jeweils 14.00 bis 19.00 Uhr

Kosten

140 Euro
Bitte begleichen Sie den Rechnungsbetrag nach Erhalt der Rechnung.

Veranstalter

Veranstalter und Veranstaltungsort ist das
LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum (FWZ) in Warstein.

Anmeldung

Eine Anmeldung ist erforderlich und online möglich:

Persönliche Daten

Rechnungsempfänger

Ich bin Mitarbeiter/-in der LWL-Kliniken Lippstadt/Warstein (Fortbildungsantrag ist gestellt.)Ich bin externe/-r Teilnehmer/-in. Die Teilnahmegebühr wird von meinem Arbeitgeber getragen.Ich bin Selbstzahler. Die Teilnehmergebühr trage ich selbst.Die Fortbildung wird gefördert (z. B. NRW-Bildungsscheck). Nachweis dazu wird im Original vorgelegt. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen.

Details zur Veranstaltung


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