Fortbildung: Eigensinn und Psychose


Termin Details


In Psychosen gehen die Sinne eigene Wege. Die Symptome haben einen eigenen Sinn. Eine Psychose ist auch zu verstehen als ein Ringen um Eigenheit und Sinn, als eine extreme Form des Eigensinns, in dem die Unverständlichkeit Schutz bietet vor dem (vermeintlichen) Zugriff der anderen, als letzter Hort von Eigenheit. Das Seminar bietet Anregungen, die pathologische Sicht auf Psychosen um anthropologische Aspekte erweitern und informiert über die Ergebnisse des Hambuger SuSi-Projekts zum Subjektiven Sinn von Psychosen. Geschichten von eigensinnigen Patienten sollen helfen, unser allzu enges Verständnis von „Krankheitseinsicht“ und „Compliance“ zu hinterfragen und den Spielraum für Psychosen-Psychotherapie zu erweitern.

Inhalt

  • Eigener Sinn von Psychosen
  • Psychose als extremer Eigensinn
  • Umgang mit Stärken und Schwächen
  • Bedeutung von Hometreatmant und Familienbezug
  • Eigensinn im Kontext von Familie und Institution
  • Herausforderungen für Angehörige, verschiedene Perspektiven, Fragen, Konflikte
  • Sinn und Eigensinn im eigenen Arbeitsalltag

Ihr Gewinn

Das Seminar bietet eine Mischung aus theoretischem Input, Geschichten und Diskussion.
Die genannten Inhalte enthalten mehr Optionen als meist möglich. Die Gewichtung erfolgt gemeinsam

Zielgruppe

Fachkräfte im psychiatrischen, psychotherapeutischen, sozialen und pflegerischen Bereich sowie Interessierte. Auch in Kooperation mit Peerberatern/Genesungs-Begleiter/-innen

Referent

Prof. Dr. Thomas Bock
UKE Hamburg

Termin

2. und 3. November 2020
1. Tag 10.30 bis 17 Uhr
2. Tag 9 bis 16 Uhr

Zertifizierung

Die Fortbildung ist akkreditiert. (Kategorie C)
Sie erhalten 20 CME-Punkte.

Kosten

310 Euro
Bitte begleichen Sie den Rechnungsbetrag nach Erhalt der Rechnung.

Veranstalter

Veranstalter und Veranstaltungsort ist das
LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum (FWZ) in Warstein.