Fachtagung: Alles ambulant oder was?

Mögliche Auswirkungen sektorenübergreifender und ambulanter Versorgungsformen auf die berufliche Praxis

Das Gesundheitssystem in Deutschland ist einem erheblichen Veränderungsdruck ausgesetzt. Der demografische Wandel mit einer immer älter werdenden Bevölkerung sowie eine steigende Ausgabenentwicklung sind hier als zentrale Antreiber zu nennen. Verschärfend kommt ein deutlich spürbarer Fachkräftemangel hinzu. Der zunehmenden Ressourcenverknappung wird systemisch mit einer Ökonomisierung der Behandlung begegnet.

Mit Verabschiedung des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Versorgung und der Vergütung für psychiatrische und psychosomatische Leistungen (Psych-VVG) in 2017 richtet sich der Fokus der Behandlung zunehmend auf individuelle, flexible und sektorenübergreifende Angebote. Für die Leistungserbringer bedeutet dies, künftig die Patienten auch außerhalb der Institution in ihrem häuslichen Umfeld zu behandeln.

Diese Erschütterung der Grundfesten der Krankenhausstruktur, in der nicht mehr das „belegte Bett“ als sinnstiftende Größe im Mittelpunkt steht, ist die Basis für unseren spezifischen Ausblick in die nahe Zukunft. Welche Auswirkungen hat diese Veränderung auf die Beschäftigten in den Krankenhäusern? Welche Kompetenzen und Qualifikationen befähigen beruflich Pflegende zur Übernahme von Verantwortung in diesem Bereich? Was können wir am Ende dieses Prozesses erwarten?

In der Beantwortung dieser Fragen liegen möglicherweise Chancen, dem Berufsbild Pflege ein klareres und attraktiveres Profil zu geben, sich neue Handlungsfelder zu erschließen und die Professionalisierung voran zu treiben.

Das Ziel der Kooperationstagung ist es, mögliche Auswirkungen dieser Entwicklung in den verschiedenen Settings zu untersuchen und daraus mögliche Herausforderungen sowie auch zukünftig benötigte Qualifikationen und Kompetenzen abzuleiten.

Der erste Tag widmet sich den Einflüssen und Auswirkungen stationsäquivalenter Behandlungsangebote auf die handelnden Akteure in der Praxis.

Der zweite Tag greift das Thema ambulante Versorgungsformen unter dem Aspekt der Kompetenzorientierung auf. Ausgehend vom Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) wird aufgezeigt, wie die damit verbundene Kompetenzorientierung den Bildungsbereich und die Arbeitswelt bewegen wird.

Termine

Teil I: 17. September 2018
LWL-Klinik Warstein

Teil II: 24. Januar 2019
LWL-Klinik Paderborn

9 bis ca. 16.30 Uhr

Programmablauf Teil I

8.30 Uhr Anmeldung, Steh-Café
9.00 Uhr Begrüßung und Moderation
Monika Seewald
Magnus Eggers
Dr. Ewald Rahn
9.30 Uhr Einführung in das Thema
Prof. Dr. Michael Löhr
10.00 Uhr Ambulantisierung:
Rollenveränderungen im Berufsfeld der Pflege
Prof. Dr. Christa Büker
10.45 Uhr Ambulant vor stationär:
Die Auswirkungen auf die Arbeitsbedingungen in der Pflege
Arndt Schlubach M.A.
11.30 Uhr Kaffeepause
11.45 Uhr Sektorenübergreifende Versorgung:
Kompetenzentwicklung in der psychiatrischen Pflege
Kerstin Albrecht M.A.
12.30 Uhr Mittagspause
13.30 Uhr Stationsäquivalente Behandlung –
eine gesundheitspolitische Herausforderung
Prof. Dr. Arno Deister
14.15 Uhr Braucht StäB EX-IN?
Gudrun Tönnes und Ex-Inler/in
15.00 Uhr Kaffeepause
15.15 Uhr „Rundum ambulant“
Prof. Dr. Ingmar Steinhart
16.00 Uhr Abschlussplenum
Monika Seewald
Magnus Eggers

Kosten

Teil I (17. September 2018): 90 Euro
Teil II (24. Januar 2019): 90 Euro
Bei Buchung beider Tage: 160 Euro
50% Ermäßigung für Beschäftigte der LWL-Kliniken Lippstadt, Warstein und Paderborn sowie Studenten, Auszubildende und ehrenamtlich Tätige.
Die Rechnungsstellung erfolgt zwei Wochen vor der Veranstaltung. Bei später eingehenden Abmeldung entfällt eine Rückzahlung. Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag erst nach Rechnungserhalt.

Referenten

Kerstin Albrecht M.A. Leitung Behandlungszentrum West,
LWL-Klinik Paderborn
Prof. Dr. Christa Büker Professorin für Pflegewissenschaft,
Fachbereich Wirtschaft und Gesundheit der Fachhochschule Bielefeld,
Campus Minden Vorstandsmitglied der DGP (Deutsche Gesellschaft für Pflegewissenschaft e.V.)
Prof. Dr. Arno Deister Chefarzt, Zentrum für Psychosoziale Medizin Klinikum
Itzehoe Präsident DGPPN e.V., Berlin
Magnus Eggers Pflegedirektor,
LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein
Prof. Dr. Michael Löhr Inhaber des Lehrstuhls für Psychiatrische Pflege, Fachhochschule der Diakonie gGmbH, Bielefeld; ab 01.10.2018 LWL-Dezernat für Krankenhäuser und Gesundheitswesen, LWL-PsychiatrieVerbund Westfalen, Münster
Dr. Ewald Rahn Ärztlicher Direktor,
LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein
Arndt Schlubach M.A. Stabsstelle Pflegedirektion, Projektmanagement und Versorgungsforschung,
LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein
Monika Seewald Pflegedirektorin,
LWL-Klinik Paderborn
Prof. Dr. Ingmar Steinhart Vorstand von Bodelschwinghsche Stiftung Bethel, Direktor Institut für Sozialpsychiatrie Mecklenburg-Vorpommern an der Universität Greifswald
Gudrun Tönnes Ergotherapeutin, Geschäftsführung LebensART & Ex-In Initiative NRW, Münster

Zertifizierung

Zertifizierung: Die Zertifizierung der Veranstaltung bei der Ärztekammer Westfalen-Lippe wurde beantrag

Flyer

Den Flyer zur Veranstaltung können Sie ebenfalls wie den Hinweisflyer auf den zweiten Teil downloaden.

Kontakt / Ansprechpartner

LWL-Klinik Warstein
LWL-Fort- und Weiterbildungszentrum
Franz-Hegemann-Str. 23, 59581 Warstein
Telefon 02902 82-1061 oder -1064
Telefax 02902 82–1069
info@lwl-fortbildung-warstein.de

Anmeldung

Persönliche Daten

Rechnungsempfänger

Ich bin Mitarbeiter/-in der LWL-Kliniken Lippstadt/Warstein (Fortbildungsantrag ist gestellt.)Ich bin externe/-r Teilnehmer/-in. Die Teilnahmegebühr wird von meinem Arbeitgeber getragen.Ich bin Selbstzahler. Die Teilnehmergebühr trage ich selbst.Die Fortbildung wird gefördert (z. B. NRW-Bildungsscheck). Nachweis dazu wird im Original vorgelegt. Es gelten die jeweiligen Bestimmungen.

Details zur Veranstaltung


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Diese Informationsseite ist verfügbar bis zum 26.01.2019.